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HB9V · Club Radioamateur Suisse

Amateurfunk-Netze: Wenn eine Frequenz zur Gemeinschaft wird

● 2. November 2026 · 12 Min. Lesezeit
Kurzwellenstation HB9SG der USKA-Sektion St. Gallen: Transceiver und Bildschirme

📻 Eine Frequenz ist zunächst nur eine Zahl auf einer Skala. Dann, eines Abends, wird sie zum Treffpunkt.

Am Anfang ist eine Frequenz nur eine Zahl. Man hört Signale kommen und gehen, man bleibt beim Drehen am VFO kurz hängen. Doch hören Sie einige Abende hintereinander einer regelmässigen QSO-Runde zu (im Englischen sagt man «Net»), und etwas verändert sich. Sie erkennen die Stimmen wieder, Sie wissen, wer sich immer als Erster meldet, wer fünf Minuten zu spät kommt und wer aus einem einfachen Rapport eine zwanzigminütige Erzählung über Wetter und Antennen macht. Die Frequenz gleicht dann weniger einem Stück Spektrum als einem sympathischen Quartier.

🗓️ Ein fester Treffpunkt 🎙️ Eine Leitstation 🤝 Offen für Einsteiger 🇨🇭 Ein konkretes Beispiel aus der Westschweiz
Ein Funkamateur am Mikrofon der Station HB9O im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern

Ein Operator am Mikrofon der Station HB9O im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern, im April 2019. Foto: Valanagut, Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0.

📡 Was genau ist ein «Net»?

Das englische Wort Net kommt von network, dem Netzwerk. Doch hier besteht das Netz nicht aus Kabeln, sondern ist ein menschliches Netz von Funkamateuren, die zu einer vereinbarten Zeit über dieselbe Frequenz verbunden sind. In der Westschweiz spricht man eher von einer regelmässigen QSO-Runde, einem Sektions-QSO oder einfach vom «Abend-QSO».

Konkret ist ein Net ein organisiertes Treffen von Stationen auf einer bestimmten Frequenz, oft einem VHF- oder UHF-Relais, manchmal einer Direktfrequenz (Simplex) oder einer Kurzwellenfrequenz. Eine Leitstation bringt die Runde voran. Sie eröffnet das QSO, ruft die Stationen auf, verteilt das Wort und achtet darauf, dass alle zu Wort kommen. Manche Netze sind sehr strukturiert, andere gleichen eher einer Gruppe von Freunden an einem virtuellen Beizentisch. Mit einem Vorteil gegenüber der Beiz: Niemand streitet sich darüber, wer die Rechnung bezahlt.

Die Ausrüstung spielt kaum eine Rolle. Eine komplette Station, die einem DXer würdig ist, und ein einfaches Handfunkgerät nehmen am selben Treffen teil. Die Operatoren können einige Kilometer entfernt sein oder am anderen Ende des Landes; für die Dauer des Nets teilen sie denselben unsichtbaren Treffpunkt.

Zur Veranschaulichung: So könnte eine abendliche QSO-Runde in der Westschweiz aussehen. Es handelt sich um ein Beispiel, denn HB9V organisiert derzeit kein offizielles QSO.

20.30 UhrBeispiel: ein Treffpunkt jeden Abend
145.300 MHzBeispiel direkt (Simplex)
438.850 MHzBeispiel über ein Relais (La Praz)
1 Rufzeichenmehr braucht es nicht, um sich zu melden

🗓️ Viel mehr als ein Namensaufruf

Das einfachste Net ist das Anmelde-Net, das check-in net. Die Leitstation kündigt die Eröffnung an und lädt die Stationen ein, sich zu melden. Jede antwortet mit ihrem Rufzeichen, manchmal mit Vornamen, QTH oder einer kurzen Bemerkung. Das wirkt banal, und das ist es auch. Doch diese Routine hat eine wertvolle Funktion: Sie gibt einen Grund, das Funkgerät einzuschalten.

Ohne Treffpunkt schaltet man ein, hört drei Minuten zu, hört nichts Interessantes und schaltet wieder aus. Mit einem QSO, das jeden Abend zur festen Zeit stattfindet, gibt es einen Ort, an den man gehen kann. Regelmässigkeit schafft Gewohnheit, und Gewohnheit weckt Lust. Schliesslich plant man den Abend um das QSO herum und freut sich darauf. Wie Mark Haverstock, K8MSH, schmunzelnd schreibt, wird das Funkgerät dann zu einem sozialen Netzwerk, aber ohne endloses Scrollen, ohne Werbung, ohne Algorithmus und ohne politische Streitereien.

🤝 Hier hat jeder seinen Platz

Ein gutes Net vereint Operatoren aller Stufen. Wer frisch eine HB3-Lizenz erhalten hat, hat oft Lampenfieber, wenn es darum geht, die Sendetaste am Mikrofon zu drücken. Das Net bietet einen wohlwollenden Rahmen für die ersten Verbindungen. Man weiss, dass jemand antworten wird, man weiss, wie es abläuft, und niemand urteilt, wenn man beim eigenen Rufzeichen ins Stocken gerät.

Erfahrene Operatoren wiederum haben Gelegenheit, Wissen weiterzugeben, indem sie ein Verfahren erklären, eine Frage beantworten oder einen Tipp einstreuen, ohne dass Einsteiger das Gefühl bekommen, versehentlich in einer Vorlesung über fortgeschrittene Physik gelandet zu sein.

Das ist umso wichtiger, als der Amateurfunk von aussen betrachtet einschüchternd wirken kann: Antennen, Netzteile, SWR-Meter, Koaxialkabel, digitale Betriebsarten, Ausbreitungskarten, Vorschriften und genug Abkürzungen, um wie eine Geheimgesellschaft zu wirken. Ein einladendes Net fegt all das beiseite.

«Sie müssen nicht alles wissen. Es genügt, Ihr Rufzeichen zu kennen und "Guten Abend" sagen zu können.»

Mark Haverstock, K8MSH, in OnAllBands (September 2026)

👂 Stimmen, die zu Gesichtern werden

Wenn man immer wieder dieselben Leute hört, passiert etwas Lustiges. Man erkennt die Stimmen, noch bevor man die Rufzeichen hört. «Ah, da ist Marie. Ich wette, sie spricht wieder über das Wetter.» Mit der Zeit weiss man, wo jeder wohnt, welches Funkgerät er benutzt, welche Antenne er hat und welche gerade dem im Amateurfunk am häufigsten angewandten Wartungsverfahren unterliegt, nämlich warten, bis die Teile eintreffen.

Man erfährt auch Bruchstücke aus dem Leben. Ein Enkelkind, das gerade geboren wurde, eine POTA- oder SOTA-Aktivierung in den Ferien, eine Antenne, die nach drei Wochenenden endlich fertig ist. Diese Details machen aus Rufzeichen Menschen. In diesem Moment wird eine Frequenz zur Gemeinschaft.

🎙️ Die Leitstation, Dirigent des Nets

Jedes gute Net braucht jemanden, der es organisiert: die Leitstation (englisch Net Control Operator, NCO). Sie ist Verkehrspolizist, Gastgeber und Schiedsrichter zugleich. Und ein Amateurfunkgespräch auf Kurs zu halten, ist keine Kleinigkeit. Ein einfaches «Wie geht es Ihnen heute Abend?» kann in eine ausführliche Diskussion über Antennen, Rasenmäher, Solarpanels, alte Röhrengeräte und das Wetter der nächsten sieben Tage münden.

Eine gute Leitstation würgt das Gespräch nicht ab, sie bringt es voran und lässt doch allen die Freude am Reden. Organisiert, ohne autoritär zu sein, herzlich, ohne das Net in ein Durcheinander abgleiten zu lassen.

🔔 Eröffnen und schliessen

Sie kündigt den Beginn des Nets, dessen Namen, die Frequenz und den Ablauf an und schliesst es pünktlich mit einem Dank an die Teilnehmenden.

📝 Anmeldungen aufnehmen

Sie notiert die Rufzeichen, die sich melden, der Reihe nach und ruft sie einzeln auf. Eine Liste auf Papier reicht völlig.

🎤 Das Wort erteilen

Jede Station kommt an die Reihe. Sie ermuntert die Schüchternen, bremst höflich die Gesprächigen und lässt Platz für schwache oder weit entfernte Stationen.

🚦 Vorrang wahren

Meldet eine Station eine dringende Nachricht, geht diese allem anderen vor. Das Plaudern kann warten.

Funkamateurin mit Kopfhörer stellt ihren Transceiver am Field Day des Monroe County Amateur Radio Club ein

Kopfhörer auf den Ohren und die Hand am Abstimmknopf: eine Operatorin des Monroe County Amateur Radio Club am Field Day 2014 (USA). Foto: Doug Butchy, Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 2.0.

📋 Ihr erstes Net, Schritt für Schritt

Jedes Net hat seine Gewohnheiten. Hören Sie eine oder zwei Runden zu, bevor Sie sich melden. Hier der häufigste Ablauf über ein Relais oder direkt auf VHF/UHF.

  1. Zuerst zuhören. Merken Sie sich Frequenz, Uhrzeit, Leitstation und die Art, wie sich die anderen melden.
  2. Auf den Aufruf warten. Die Leitstation eröffnet das Net und lädt die Stationen ein, sich zu melden. Sprechen Sie nicht, während sie aufruft.
  3. Nur Ihr Rufzeichen nennen, deutlich und ohne Hast, bei Bedarf mit dem Buchstabieralphabet. In diesem Moment keine Reden, die Leitstation nimmt die Liste auf.
  4. Warten Sie, bis Sie an der Reihe sind. Die Leitstation ruft Sie mit Ihrem Rufzeichen auf. Nennen Sie dann Vornamen, QTH, einen Rapport und, wenn Sie möchten, ein paar Worte.
  5. Übergeben Sie, indem Sie mit Ihrem Rufzeichen abschliessen und das Wort an die Leitstation zurückgeben oder an die Station, die sie Ihnen genannt hat.
  6. Melden Sie sich ab, wenn Sie das Net vor dem Ende verlassen; ein einfaches «ich verabschiede mich, 73» mit Ihrem Rufzeichen genügt.

🪪 Das Rufzeichen, regelmässig. Die Vollzugsordnung für den Funkdienst der ITU (Bestimmung 25.9) verlangt von Amateurfunkstellen, ihr Rufzeichen während ihrer Aussendungen «in kurzen Abständen» zu übermitteln. Im Net ist die Gewohnheit einfach: Ihr Rufzeichen am Anfang und am Ende jedes Durchgangs. Und falls Sie es am Mikrofon vergessen, keine Sorge, das ist allen schon passiert, das Mikrofon hat eine seltsame Macht über das Gedächtnis.

Die Q-Gruppen, die Sie am häufigsten hören werden

CodeBedeutungIm Net
QRZ ?Wer ruft mich?Die Leitstation lädt die Stationen ein, sich zu melden.
QSLIch bestätige den Empfang«QSL»: Ihr Durchgang ist gut angekommen.
QTHMein Standort ist…Ihr Sendestandort, in der Regel Ihre Gemeinde.
QRM / QSBStörungen / SchwundUm zu erklären, warum ein Signal schwer lesbar ist.
QSYWechseln Sie die FrequenzZwei Stationen ziehen zum Plaudern anderswohin, um das Net freizugeben.
QRTIch stelle den Sendebetrieb einSie gehen für diesen Abend QRT.

Die vollständige Liste finden Sie auf unserer Seite Q-Gruppen.

🚨 Netze, die einen Dienst leisten

Nicht alle Netze sind rein gesellig. Manche dienen dazu, förmliche Nachrichten von Station zu Station zu übermitteln (den «Traffic»). Andere sind einer Aktivität gewidmet: DX-Jagd, Diplome, Contests, technische Diskussionen, Material, Clubleben. Und manche sind für den Dienst an der Öffentlichkeit und für Notfälle gedacht.

In den USA sammeln die Skywarn-Netze bei schweren Gewittern die Beobachtungen von Funkamateuren für den nationalen Wetterdienst. In Grossbritannien stellen die Funkamateure von Raynet die Funkverbindungen bei Veranstaltungen wie Laufwettbewerben sicher. Wenn die üblichen Mittel überlastet oder ausgefallen sind, kann ein eingespieltes Netz Informationen sammeln und an die Einsatzorganisationen weiterleiten.

Funkamateur von Raynet in gelber Weste an einem Kontrollposten des Halbmarathons von Omagh

Ein Funkamateur von Raynet an einem Posten des Halbmarathons von Omagh (Nordirland), im April 2019. Foto: Kenneth Allen, geograph.org.uk via Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 2.0.

⏱️ Ein Notfunknetz improvisiert man nicht. Wie K8MSH betont, wird man nicht effizient, indem man fünf Minuten nach dem Alarm das Handbuch liest. Erst die regelmässige Teilnahme an einem Net übt, wann man sendet, wie man deutlich spricht, sich kurz fasst und im Team arbeitet. Eine abendliche QSO-Runde ist bereits eine hervorragende Übung.

🌱 Wie ein Net lebendig bleibt

Ein Net kann technisch perfekt sein und trotzdem einschlafen. Das Geheimnis ist die Teilnahme. Zu lange Verfahren schrecken Neue ab, und zu viel Formalismus verwandelt ein freundschaftliches QSO in eine Sitzung einer parlamentarischen Kommission. Es braucht gerade genug Struktur, um Chaos zu vermeiden, und genug Flexibilität, damit es angenehm bleibt.

Eine gute Idee aus dem lokalen Net von K8MSH: jede Woche eine Frage stellen, die das Gespräch in Gang bringt.

📻 Ihr erstes Funkgerät?

Der Klassiker, der Erinnerungen weckt und manchmal das Bedauern, ein legendäres Gerät verkauft zu haben.

📡 Ihre Lieblingsantenne?

Achtung, heikles Thema. Planen Sie etwas Reserve im Zeitplan ein.

🏝️ Ein einziger Gegenstand auf einer einsamen Insel?

Das Handfunkgerät? Der Antennentuner? Der Kaffee? Die Antworten sagen viel aus.

👽 Das Seltsamste, was Sie je am Funk gehört haben?

Laut K8MSH kann diese Frage allein mehrere Runden füllen.

Das Net ist auch der richtige Ort für Ankündigungen: Clubversammlung, Funkflohmarkt, Aktivierungstag, Neuigkeiten vom Relais. Sie verkaufen einen Transceiver in einwandfreiem Zustand? Hier ist das ideale Publikum (und für ein schriftliches Inserat gibt es auch die Schweizer Amateurfunkbörse hbtroc.ch). Sie brauchen Freiwillige für eine Veranstaltung? Hier finden Sie sie.

🎧 Wie wichtig das Zuhören ist

An einem Net teilzunehmen heisst nicht immer zu sprechen. Zuhören ist sehr wertvoll, besonders am Anfang. Man lernt dabei, wann man sendet, wie man sich identifiziert, wie man sich kurz fasst und wie man auf Störungen reagiert.

Vor allem lernt man, was kein Buch und kein Video wirklich vermittelt: den Funkknigge. Höflich zu sein zählt viel mehr, als laut gehört zu werden. Und niemand muss Ihre ganze Lebensgeschichte hören, jedes Mal wenn Sie die Sendetaste drücken.

✅ Die richtigen Reflexe auf einen Blick

  • Hören, bevor man sendet, und zwischen zwei Durchgängen eine kurze Pause lassen (eine Station in Not könnte die Frequenz brauchen).
  • Kurze Durchgänge: Auf einem Relais unterbricht der Timer Monologe oft.
  • Das Wort immer an die Leitstation zurückgeben.
  • Keine Reizthemen: Die Frequenz ist ein gemeinsamer Raum.

🏔️ Eine Gemeinschaft ohne Mauern

Das Bemerkenswerteste an einem Net ist, dass es eine Gemeinschaft schafft, ohne dass sich jemand auf den Weg machen muss. Der Nachbar aus dem Quartier ist dabei, jemand, der dreissig Kilometer entfernt wohnt, ebenfalls, und je nach Band und Ausbreitung kann sich die Gruppe noch viel weiter erstrecken. Keine Mauern, keine Parkplatzprobleme. Die einzige Bedingung ist, dass Ihr Signal bis zum Treffen durchkommt. Manchmal ist es kräftig und klar, manchmal kommt es mit so viel Rauschen und Schwund an, dass man sich fragt, ob Sie aus einem Mixer senden.

Bei uns übernehmen oft die Relais auf den Gipfeln die Rolle des Versammlungsraums. Sie empfangen die Signale der Handfunkgeräte und Mobilstationen und strahlen sie über eine ganze Region wieder aus.

Cabane des Apprentis auf dem Gipfel der Pointe de Poêle Chaud im Waadtländer Jura, mit den Antennen eines VHF-Amateurfunkrelais

Die Cabane des Apprentis auf dem Gipfel der Pointe de Poêle Chaud (1628 m, Waadtländer Jura), die 2005 ein französisch-schweizerisches VHF-Amateurfunkrelais beherbergte. Foto: Serge Nueffer, Wikimedia Commons, frei verwendbar mit Quellenangabe.

Und die digitalen Netze erweitern den Raum noch. Der XLX-Reflektor von HB9V verbindet Relais und persönliche Zugangspunkte (Hotspots), und Netze wie Brandmeister im DMR vereinen Gesprächsgruppen aus der ganzen Welt.

🇨🇭 Wo findet man ein Net in der Westschweiz?

Am einfachsten beginnen Sie in Ihrer Nähe, auf VHF oder UHF. Nehmen wir unser Beispiel wieder auf:

📻 Beispiel einer abendlichen QSO-Runde: jeden Abend ab 20.30 Uhr, auf 145.300 MHz direkt oder über das Relais La Praz, 438.850 MHz. Diese Zeiten und Frequenzen sind nur ein Beispiel, denn HB9V organisiert derzeit kein offizielles QSO. Für bereits bestehende regelmässige Treffpunkte besuchen Sie unsere Seite QSO in der Schweiz, und auf einer ruhigen Frequenz zögern Sie nicht, einen Anruf zu starten.

VHF-Handfunkgerät Icom IC-V86 auf einem Tisch, mit montierter Antenne

Ein einfaches VHF-Handfunkgerät, hier ein Icom IC-V86, genügt, um an einem QSO über ein Relais teilzunehmen. Foto: Game11454, Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0.

Wo suchenWas Sie dort finden
QSO in der Schweiz (HB9V)Die regelmässigen QSO-Runden in der Schweiz: Tage, Zeiten und Frequenzen.
Karte der Schweizer RelaisDie Relais in Ihrer Nähe, mit Frequenzen und Ablagen, um zuzuhören, bevor Sie sich melden.
XLX-Reflektor HB9VWer gerade verbunden ist, auf welchem Modul.
netfinder.radioEin internationales Verzeichnis von Netzen, vor allem englischsprachigen.
Net-Verzeichnis der ARRLDie beim amerikanischen Verband registrierten Netze, nützlich auf Kurzwelle.
HF nets SDR tuner (W0XZ)Kurzwellen-Netze live über einen Online-Empfänger hören, je nach Ausbreitung und Zeitplan.

💛 Viel mehr als Funk

Ein gutes Net ist im Grunde eine Sache von Menschen. Die Funkgeräte sind nur die Werkzeuge, die die Begegnung möglich machen. Die Frequenz ist der Versammlungsraum, die Leitstation der Gastgeber, die Teilnehmenden sind die Nachbarn, und die Gespräche sind der Grund, warum alle wiederkommen.

Mit der Zeit verändert sich etwas. Ein Rufzeichen, das Sie hören, hat ein Gesicht. Sie bemerken, wenn sich jemand nicht meldet. Sie hören eine vertraute Stimme nach langer Abwesenheit wieder und merken, dass sie Ihnen gefehlt hat. Dann wird der Amateurfunk viel mehr als ein technisches Hobby. Ein Net macht aus Unbekannten Freunde, aus einer Gruppe von Operatoren ein Team und aus einer Zahl auf einer Skala einen Ort, an dem man sich zu Hause fühlt.

Funkamateure nachts in einem Zelt während eines Field Day, um einen Funktisch versammelt

Field-Day-Abend des Athens Radio Club (Georgia, USA), im Juni 2023. Funk bedeutet auch Menschen, die zusammenkommen. Foto: Kmccook, Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0.

🇨🇭 Das Wort von HB9V

Bei HB9V, dem Club Radioamateur Suisse, organisieren wir derzeit kein offizielles QSO. Doch der Geist der abendlichen QSO-Runde spricht uns an: Man erkundigt sich, wie es geht, stimmt eine Antenne ab, spricht über das nächste Treffen bei Kaffee und Gipfeli und heisst gerne alle willkommen, die gerade ihre HB3- oder HB9-Lizenz erhalten haben. Wenn Sie sich noch nie getraut haben, die Sendetaste zu drücken, ist jetzt der ideale Moment. Hören Sie an ein oder zwei Abenden einer regelmässigen QSO-Runde in Ihrer Nähe zu und nennen Sie dann einfach Ihr Rufzeichen. Jemand wird Ihnen antworten, versprochen. Und wenn Sie noch keine Lizenz haben, ist das Mithören eines QSO eine hervorragende Möglichkeit zu entdecken, wie der Amateurfunk im Alltag aussieht.

📻 Ein Handfunkgerät, eine Antenne, und schon sind Sie im QSO

Um ein VHF/UHF-Handfunkgerät, eine Mobilantenne oder eine Dachantenne zu wählen, mit der Sie das Relais erreichen, sprechen Sie mit unserem Schweizer Partner.

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📖 Quellen: Mark Haverstock, K8MSH, «Nothing But Net: When a Frequency Becomes a Community», veröffentlicht von OnAllBands (DX Engineering), 25. September 2026; Vollzugsordnung für den Funkdienst der ITU, Bestimmung 25.9 (Identifikation von Amateurfunkstellen); Seite QSO in der Schweiz von HB9V; Verzeichnisse netfinder.radio, ARRL und W0XZ. Fotos (Wikimedia Commons): HB9O und HB9SG von Valanagut (CC BY-SA 4.0), Field Day des MCARC von Doug Butchy (CC BY 2.0), Raynet in Omagh von Kenneth Allen (CC BY-SA 2.0), Relais auf der Pointe de Poêle Chaud von Serge Nueffer (frei mit Quellenangabe), Icom IC-V86 von Game11454 (CC BY-SA 4.0), Field Day des Athens Radio Club von Kmccook (CC BY-SA 4.0). Lizenzen: CC BY 2.0, CC BY-SA 4.0, CC BY-SA 2.0. Beitragsbild zugeschnitten aus dem Foto von HB9SG.

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